Matthias Harre   Bisher  Kritik  Text  Bild  

Kritiken in Kürze

Ladykillers
Paderborn/Schloß Neuhaus(NW). Mit englischem Charme und auf "doppeltem Boden" entfaltete sich am Donnerstagabend auf der Freilichtbühne Schloß Neuhaus die Kriminalkomödie "Ladykillers".
Das detailgetreue Bühnenbild, ein Häuschen auf zwei Etagen mit gurrendem Papagei, sorgt schon für Furore. Wenn sich dann noch regelmäßig der Dampf der vorbeifahrenden Loks vor das Fenster legt und sich der Speiseaufzug samt der schnüffelnden Mrs. Wilberforth in die Höhe schwingt, ist das schon ein besonderes Theatererlebnis... Matthias Harre inszeniert die Geschichte stilecht und mit feiner Komik... Regisseur Matthias Harre gelingen turbulente Simultanszenen. Während oben mit Strumpfmasken tollpatschig der Überfall geprobt wird, sinnieren unten die Damen nicht nur über das Strümpfe waschen.

Paderborn (WV). Ein Raubüberfall, vier Leichen und jede Menge Spaß - mit einer spritzigen Aufführung der Schwarzen Komödie "Ladykillers" bereitet die Freilichtbühne Schloß Neuhaus ihren Besuchern einen höchst vergnüglichen Abend.
Die Inszenierung von Matthias Harre orientiert sich ganz an der köstlich plüschigen Verfilmung des Krimistoffs aus dem Jahre 1955. ... Viele Details ... sorgen auf der Bühne für Erheiterung. ... Für Situationskomik ist also reichlich gesorgt, und die pointenreichen Dialoge lassen immer wieder schmunzeln. ... Am Ende gibt es vier Leichen, die sauber in Güterwaggons der fauchend und dampfend hinter dem Haus vorbei ratternden Lokomotive entsorgt werden.

Die Dreigroschenoper
Porta Westfalica (Schaumburger Zeitung). Die Inszenierung von Matthias Harre konnte in jeder Hinsicht überzeugen – und gewann in der subtilen Verfremdung durch die romantische Naturkulisse einen ganz und gar eigenen Reiz, zumal das Bühnenbild in absoluter Reduktion daher kommt. ... wann immer die bekannten Songs interpretiert werden, geht es dabei ganz im Brechtschen Sinne nicht um das Kabinettstück der jeweiligen Interpreten, sondern um gesungene Lehrsätze von suggestiver Eindringlichkeit. ... Die Herren Weill und Brecht hätten an diesen Darbietungen ihre helle Freude gehabt – und das Publikum zeigte sich sichtlich und hörbar beeindruckt von einer Dreigroschenoper, die rabiate Gesellschaftskritik am kapitalistischen System in keiner Phase zum bloßen Unterhaltungsgut verniedlichen ließ. Offenbar hat der Gedanke wieder Konjunktur, dass ein Dietrich rein gar nichts gegen eine Aktie ist und der Überfall auf eine Bank weniger kriminelle Energie aufweist als die Gründung einer solchen...

Porta Westfalica (mt). Musikalisch reife Leistung. Für die Inszenierung von Matthias Harre erntete das Amateur-Ensemble am Samstagabend stehende Ovationen.
...Mit einem "Standbild" lässt Matthias Harre das Spiel beginnen. Die Bettler betteln nicht und die Huren huren nicht, sondern stehen still im Hintergrund, wenn Thomas Lange die bekannte Moritat von "Mackie Messer" singt. Wie einst im Stummfilm werden die Titel der Songs auf Transparenten hochgehalten. ... Die Kulisse ist auf das Äußerste reduziert. Zwei Wände mit Türen, dazu eine fahrbare Tür, ein paar Gitter und ein Käfig sind schon alles. ... Regisseur Matthias Harre verzichtet im Bühnenbild auf jeden konkreten Ortshinweis und unterstreicht damit die Allgemeingültigkeit.
Das setzt sich auch in den Kostümen fort. Zwar tragen die Gangster zu Anzug und Schlips Hut, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, alle anderen Kostüme entziehen sich jedoch der zeitlichen Einordnung, denn schließlich ist diese Geschichte in Zeiten der Finanzkrise hochaktuell.
Harre und dem Ensemble gelingen immer wieder eindrucksvolle Bilder für diesen Konkurrenzkampf zwischen Bettelmafia und Verbrechern, etwa wenn sich vier von Polizisten getragene Gitter um Macheath erst einen winzigen Käfig bilden und sich schließlich zu einem komfortablen Raum weiten. Dass ausgerechnet die Rollen der Gangster und der Konstabler mit denselben Personen besetzt sind, ist eine von zahlreichen kleinen Anspielungen. Zur Zuhälterballade führen die Huren einen skurrilen Tanz auf, die Kumpanei zwischen Gangsterboss Macheath und Polizeipräsident Brown findet im gleichen Haifisch-Tattoo auf dem Hinterkopf ihren Ausdruck.
Hochaktuell, gesellschaftskritisch und unterhaltsam ist diese "Dreigroschenoper" Matthias Harre und dem gesamten Team der Freilichtbühne gelungen.

Bad Oeynhausen/Porta Westfalica (NW). Tanzende Huren, singende Banditen und Mackie Messer am Galgen - die Zuschauer der Goethe-Freilichtbühne erlebten eine skurrile Inszenierung von Bertold Brechts "Dreigroschenoper" und belohnten die tolle Leistung mit stehenden Ovationen. ... Matthias Harre inszenierte auf der Freilichtbühne wieder einmal ein imposantes und überzeugendes Werk. Unterstützung bekam er dabei von der überzeugend aufspielenden Big-Band des Mindener Ratsgymnasium unter der Leitung von Martin Guth. ... Alles in allem bekamen die Zuschauer eine gelungene dreistündige Mischung aus Unterhaltung, Gesang und Nachdenklichem serviert. Vor allem Letzteres wäre sicherlich ganz in Brechts Sinne gewesen.

Urmel aus dem Eis
Paderborn-Schloß Neuhaus.(NW) Jetzt ist das Urmel auf der Freilichtbühne aus dem Ei geschlüpft. Zur Premiere im fast ausverkauften Rund gab es am Donnerstagnachmittag langen Schlussapplaus – völlig zu Recht. ...Die Aufführung in Paderborn hat es in sich: Allein 31 Schauspieler sorgen dafür, dass beim "Urmel aus dem Eis" die heimelige Stimmung aufkommt. Zudem sind und waren im Vorfeld unzählige Helfer mit dem Bau des Bühnenbildes betraut.

Darstellerisch überzeugte neben einem souveränen Professor Tibatong auch Urmel selbst. Als junges Urtier agieren Lucas Olschewski und Jakob Räker. Je älter und größer Urmel wird, desto süßer wird es. Nadine Vieth verleiht dem grünen Vorzeit-Wesen eine gekonnte und unnachahmliche knuffige Stimme und Figur. ... In seiner Bearbeitung ist dem Regisseur Matthias Harre aus Bielefeld eine bemerkenswerte knapp 90-minütige Umsetzung mit großem Wiedererkennungswert gelungen, die sehenswert ist und Spaß macht – nicht nur für Kinder.

Wie im Himmel
Porta Westfalica (mt). Wie Musik die Herzen öffnen kann, davon erzählt in anrührenden, romantischen und manchmal auch brutalen Bildern die Freilichtbühne Porta. Für das Schauspiel "Wie im Himmel" ernteten Schauspieler und Regisseur Matthias Harre vom Premierenpublikum donnernden Applaus. (...)
Das Spiel auf der Bühne beginnt mit einigen Rückblenden auf Daniels bisheriges Leben. ... Noch wird der Text durch pantomimische Darstellungen illustriert. Das hat Regisseur Matthias Harre geschickt für die Bühne übersetzt. (...)
Die Lockerungsübungen des Chores geben eine sehr muntere Szene ab. Da ist zu sehen, mit welcher Spielfreude das gesamte Ensemble agiert und das setzt sich fort in einer vor Lebensfreude sprühenden Partyszene.
Sängerisch meistern sie ebenfalls sämtliche Hürden ... und die Technik hat mit dem kleinen Feuerwerk zur Silvesternacht ebenfalls wieder wundervoll gezaubert.
Harre inszeniert und das Ensemble spielt das stimmig und nuancenreich.

Peter Pan
Paderborn (NW). Bilderreich und spielfreudig: Gelungene Premiere von "Peter Pan" auf der Freilichtbühne. 
Unterstützt von der Frühlingssonne feierte die Freilichtbühne Schloß Neuhaus am Donnerstag mit "Peter Pan" eine phantasievolle Premiere. Die Inszenierung von Matthias Harre zeichnet sich durch Bilderreichtum und gut geführte Spielfreude aus, ob als Indianer im ewigen Kampf mit den Piraten, als Wasser bewegende Nixen oder quirlige Schar elternloser Waisenkinder. Spielerische Momente wechseln mit verblüffenden Effekten oder einfach nur guten Ideen, wie Peters Spiel mit seinem schwarzen Schatten.(...) 
Die Leichtigkeit und Naivität des Kinderspiels, in der ein Kuss nichts weiter als ein Fingerhut ist, hat Harre gut herausgearbeitet. (...)
Die Bühnentechnik und -bauten sind beeindruckend: Auf einem flotten Floß donnern die Piraten heran; ein riesiges, tickendes Krokodil bereitet Hook lähmende Angst, und nach der Pause dominiert ein echtes Piratenschiff die Bühne.(...) "Peter Pan" ist von allen Beteiligten hervorragend in Szene gesetzt.

Der kleine Vampir
Minden (mt). "Wir machen einen Heidenspaß und sind nur selten fies" diese Zeilen aus dem "Schlotterlied" fassen das Geschehen in "Der kleine Vampir" treffend zusammen. Die Premiere der Koproduktion von der Freilichtbühne Porta und dem Stadttheater Minden erntete vom Publikum stehende Ovationen.(...) 
Mit viel Bühnennebel, schaurigen Lichtstimmungen hat Regisseur Matthias Harre die berühmte Geschichte (...) schwungvoll auf die Bühne gebracht und mit kleinen, im Text eingebauten Gags dafür gesorgt, dass auch die erwachsenen Zuschauer ihren Spaß an der Geschichte haben. (...)
Mit der Gruft haben Bühnenbauer und Technik eine Meisterleistung vollbracht. Da hebt sich der komplette Friedhof empor und darunter kommt die Kammer mit den Särgen und schaurig-schönen dicken Spinnenweben zum Vorschein. Maske, und Kostümschneiderei haben das ihre getan, damit alles schön schaurig wirkt. ...Und das von Matthias Harre eigens geschriebene "Schlotterlied" hat Ohrwurm- Qualitäten.

Vom Richtigen im Falschen - über das Glück, verschieden zu sein
Herford (NW). Sprachwitz und viele Momente, in denen sich Episoden des eigenen Lebens plötzlich vor den eigenen Augen im Rampenlicht abspielen...
(Herforder Kreisblatt). Turbulente Diskussionen und Missverständnisse bringen echte Dynamik an die Theke...

Don Camillo und Peppone
Minden (mt). Spritzige Unterhaltung für laue Sommerabende: (...) Die Portabühne hat mit ihrer Premiere von "Don Camillo und Peppone und die jungen Leute" einen Volltreffer gelandet. (...) Matthias Harre hat das Stück für die Portabühne als spritzige Komödie nach einem Roman von Giovanni Guareschi inszeniert, ... die das Publikum mit vielen kleinen liebevollen und überraschenden Details erfreut. Da ist zum Beispiel die Jesusfigur am Kreuz, die auf der Portabühne nicht nur spricht, sondern durch Volker Homeier mit einem lebendigen Gesicht ausgestattet ist. 
Und der Fuhrpark beeindruckt: Da knattern mehrere Vespas über die Bühne, der kräftige Don Chichi entsteigt einem schmächtigen Fiat und Waschmaschinen werden mit einer Ape (dreirädriger Lieferwagen) transportiert. Für den Auftritt des urigen Gefährts gab es sogar Szenenapplaus. Und wenn sich zum Happy End Cat und Michele im Flug vor Don Chichi das Ja-Wort geben, dann fallen aus dem Himmel tatsächlich drei kleine Fallschirme herab. Neben den Schauspielern waren auch Techniker, Bühnenbildner, Kostümschneiderei und Maske in Topform.

Das Fest
Minden (mt). Ein leichtes Menü, passend zur Abendstunde, tischte das Restaurant des Victoria-Hotels den Gästen im Ballsaal »Scala« auf, während zeit- und ortsgleich die Freilichtbühne Porta mit ›Das Fest‹ von Matthias Harre eine Theaterkost servierte, die die »Verdauung« schwer belastet. Die Inszenierung hinterließ ein von der Ensembleleistung sehr beeindrucktes und von Inhalt zugleich recht nachdenklich gewordenes Publikum. (...) 
Wilhelm Krückemeier beeindruckt als Vater durch eine reife
Leistung, stark und leidenschaftlich agiert seine Tochter Ina als Helen, die von ihrer Freundin Karen (Dani Pohlmann) unterstützt wird. Jörg Homeier gestaltet kraftvoll die ambivalente Rolle des Draufgängers Michael. Eine besondere Leistung vollbringt Claus Burkardt als Christian, indem er sehr schön die häufigen Wechsel zwischen Mut und Verzweiflung auszuspielen weiß. 
Souverän erfüllt Gunhild Gieselmann die Rolle von Helges Frau mit Leben, die von den Neigungen ihres Mannes wusste und ihn stets gedeckt hat. Diese Glanzlichter sind sehr gut in die Leistung des Gesamt-Ensembles eingebettet und können erst so ihre Wirkung entfalten.
Das Stück selbst spielt auf verschiedenen Zeitebenen, die durch Lichtwechsel und das »Einfrieren« der jeweiligen Parallelszene kenntlich gemacht wird. Eine Situation, die nachdenklich stimmt und zum Nachdenken über die weitreichenden Folgen sexuellen Missbrauchs anregt. Nicht zuletzt gewährleistet dieses Winterstück der Freilichtbühne aber auch hintergründiges, teilweise sogar komisches Theatererlebnis, das seinen Eintrittspreis wert ist und dessen Besuch sich folglich lohnt.

Die Eröffnung
Minden (mt). »Den Namensdreiklang ›MeyerHomeierHarre‹ sollten sich Theaterfans unbedingt merken, denn mit ihrer Inszenierung von Peter Turrinis ›Die Eröffnung‹ ist ihnen ein eindringlicher Theaterabend gelungen.
Unter der Regie von Matthias Harre ist ›Die Eröffnung‹ ein Solo für einen Schauspieler, das Guido Meyer nutzt, um viele Nuancen seines Könnens zu zeigen.
Meyer spielt all das sehr eindringlich, von mitreißend fröhlich bis zu tiefer Verzweiflung. Etwa, wenn er einen Moment noch gut gelaunt einen Anruf entgegennimmt, in dessen Verlauf alles Leben aus seinem Gesicht weicht, während er vom Tod seiner Tochter erfährt. Das ist sensibel dargestellt.
Harres Regieführung ist konsequent, lenkt den Blick des Zuschauers selten von Meyer ab. (...) Genau darum ist ›Die Eröffnung‹ hochspannendes Theater.«

Warten auf Godot
Minden (mt). »Dass man mit diesem Stück viel Greifbares inszenieren kann, bewies die Premiere der Freilichtbühne am Freitagabend im Kleinen Theater am Weingarten unter der Regie Matthias Harre.
Glänzend mimen Wladimir und Estragon die zwei Verlorenen, (...) ein Schauspieler-Duo voller Engagement, Spielfreude und Überzeugungskraft.
...Situationen, die fast ebenso absurd wie realistisch sind, im Leben ebenso wie an einen prallvollen und wiederholenswerten Theaterabend wie diesem.«

Der Glöckner von Notre Dame
Minden (mt). »Der Regisseur hat das Bühnenstück nach (...) Victor Hugo selbst geschrieben und dabei meisterhaft verschiedene Handlungsstränge für sein Stück verwendet. In fast shakespearianisch-klassischer Manier flicht er Lustiges und Tragisches, Historisches und Erdachtes zu einem Drama zusammen (...) So bleibt das Stück spannend bis zum letzten Moment.
(...) In Einzel- wie in Massenszenen ist sein wachsames Auge spürbar; bis zum letzten Statisten weiß jeder was er zu tun hat und ist in ungebrochener Intensität präsent. (...) Es ist jedoch auch Verdienst des Regisseurs, seine Akteure über lange und anstrengende Probenphasen hinweg zu solch ausdauernder Leistung zu führen. So gelingt eine überzeugende Gesamtleistung, die keine Wünsche offen lässt – eine Gemeinschaftsarbeit, an der in den kommenden Wochen und Monaten noch viele Besucher Freude haben werden.«

Tom Sawyer und Huckleberry Finn
Minden (mt). »Einen köstlichen Theaterspaß für die ganze Familie. (...) Geschickt nutzt die Inszenierung von Matthias Harre die verschiedenen Ebenen und Spielflächen der Porta-Freilichtbühne. (...) Choreografisch sind insbesondere die Massenszenen eindrucksvoll  (...) Aussdruckstark sind die vielen Szenen, in denen auf mehreren Bühnenebenen parallel gespielt wird, so dass die Simultaneität der Ereignisse deutlich wird (...) Ein echtes Meisterstück ist die Schlusszene (...)«

Oliver Twist
Minden (mt).»›Gebt den Armen einen Schein des Himmels‹ fordern die Waisenkinder singend in der ›Oliver Twist‹-Inszenierung der Freilichtbühne Porta im Mindener Stadttheater. Dieses Lied ist so eingängig, dass es einige Kinder nach dem Besuch der Premiere noch auf dem Weihnachtsmarkt singen.
Für ihre Umsetzung der Geschichte von Charles Dickens hatten die Amateurschauspieler und Regisseur Matthias Harre zuvor verdient donnernden Beifall erhalten. Denn von den ›alten Hasen‹ der Truppe bis zum jüngsten Akteur sind alle mit sichtbarer Spielfreude am Werk.«

Sister Act
Minden (mt). »Gab es da einmal einen Film mit Whoopi Goldberg? Nach der ausverkauften Premiere der ›Sister Act‹-Version der Freilichtbühne Porta hat der Zuschauer den fast vergessen.
Eine mitreißende Show im Stil der 70er hat Regisseur Matthias Harre für die Portaner Amateur- Schauspieler inszeniert. Auch die Kulissen (...) atmen den Geist dieser Zeit und geben der Show den schrillen Kick. Eine raffinierte Klapptechnik lässt rechts und links immer neue Bilder entstehen. Wie überdimensionale Buchseiten lassen sich die farbenfroh gestalteten Wände umklappen. Dank unzähliger Scharniere bergen sie zugleich das notwendige Mobiliar.
 
Regisseur Harre unterstreicht das 70er-Jahre-Gefühl nicht nur durch die Ausstattung, sondern auch durch die Musikauswahl. (...) Für zusätzlichen Pepp sorgen (...) witzige Regie-Ideen. Der erschossene Gangster wandelt sich zum Engel, (...) Als Angel-Air auf Inline-Skates erheitert er das Publikum (...) Am Ende schwebt aus den Tiefen der Bühne mittels Aufzug der Papst empor, wieder hinab und gleich darauf wird Deloris wie von Geisterhand zum Schluss-Applaus emporgehoben (...) Da haben sich im Jubiläumsjahr alle Mitwirkenden mächtig ins Zeug gelegt und die Erwartungen des Publikums für kommende Inszenierungen noch einmal hochgeschraubt. Der minutenlange Applaus des Premierenpublikums war redlich verdient.«

Arsen und Spitzenhäubchen
Minden (mt). »Eine flott gespielte und stimmig inszenierte Kriminalkomödie erwartet die Besucher von ›Arsen und Spitzenhäubchen‹, wenn sie eine der Aufführungen des Ensembles der Freilichtbühne Porta im Mindener Hansehaus besuchen. Dies ist das klare Ergebnis der Premiere vom Freitagabend.
Unter der Regie Matthias Harres ist ein flottes Schauspiel entstanden, bei dem die witzigen Dialoge und überraschenden Wendungen Schlag auf Schlag folgen und auch demjenigen Freude machen, der die Handlung aus dem bekannten Film mit Cary Grant und Peter Lorre kennt.«

Der eingebildete Kranke
Minden (mt). »Mit der Premiere von ›Der eingebildete Kranke‹ von Moliere am Samstagabend im Mindener Hansehaus hat die Freilichtbühne Porta einen weiteren erfolgversprechenden Aufführungszyklus eingeläutet.
Matthias Harre schuf eine neue deutsche Fassung des Stückes und inszenierte es zugleich mit sicherer Hand. Der Regisseur entwickelte gemeinsam mit seinen Darstellerinnen und Darstellern ein gutes Gespür für die komischen Stellen der Komödie und setzte sie mit viel Spaß an der Sache um. Die gesamte Inszenierung lebt sowohl aus den Fähigkeiten aller Beteiligten, als auch aus deren Spielfreude.«